Der Stockholm Marathon 2018

Was ein Wochenende. Freitagnachmittag in Stockholm gelandet, ging es für mich direkt zur Marathon-Messe um mich dort mit den anderen #ASICSFrontrunnern zu treffen, bevor wir abends den #highfive Run laufen wollten.

Ich würde sagen, dass es eher die reinste Lauf-Party war. Ausgestattet mit 5 Boxen liefen/ feierten wir im Team den Lauf und sahen unser Ziel eher darin, anderen Läufern Spaß zu bringen und sie zu motivieren.

Anschließend ging es zur Pasta Party. Ich bin eigentlich kein Nudelesser, aber ich muss sagen, die waren wirklich lecker, passend war die Atmosphäre im Olympiastadion. Ein DJ spielte und das Wetter war super, sodass wir richtig Summer Feeling hatten.

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Foto: Stockholm Marathon

Der Marathon

Quelle: ASICS Stockholm Marathon App

Gut gestärkt und fit für den Marathon trafen wir uns mit den anderen Samstag um 10 Uhr. Der Start war um 12 Uhr beim Olympia Stadion.

Foto: Luca Mara

Gemeinsam stimmten wir uns auf unseren großen Lauf ein und so fiel der Startschuss pünktlich. Ich muss sagen, ich bin super froh, mit Kappe und Sonnenbrille gelaufen zu sein, denn schon nach den ersten 8 Kilometern war mir so warm, dass ich jede Trinkstation und Dusche mitnahm. Anfangs war es sehr stressig an den Wasserstationen, die Leute drückten und schoben andere bei Seite, was einfach nicht hätte sein müssen. Wir hatten ja alle das selbe Ziel, da hätte ich mir gewünscht, dass man sich kollegialer verhalten hätte aber zurück zur Route.

Gelaufen wurde durch Stockholms siebe „Districts“. Gestartet in Östermalm beim Olympia Station, ging es dann weiter nach Vasastan, ein schicker Teil mit süßen vielen Restaurants. Kugsholmen war der nächste Teil , gefolgt von Gamla stan, Stockholms historischem Zentrum, was sehr beeindruckend war, auch durch den königlichen Palast. Anschließend ging es noch durch Djurgarden, Södermalm und Norrmalm.

Die Strecke war abwechslungsreich aber ich hatte von meinem letzten Besuch nicht in Erinnerung, dass Stockholm so hügelig ist :D.

Ich fühlte mich anfangs nicht 100% fit und dachte mir, dass ich es einfach versuche und ruhig angehen lasse um zu sehen, wie weit ich komme. Bei Kilometer 18 dachte ich mir noch „komm läufst du einen Halbmarathon und gehst raus.“ Bei 21 angekommen wusste ich aber schnell, dass es weiter geht. So nahm ich mir immer kleine „Etappenziele“ vor. In 5 Kilometerschritten hangelte ich mich dem Ziel entgegen.  Ich fühlte mich besser als zu Beginn nur war ich so durstig die ganze Zeit. Gab es Wasserstationen, trank ich wie irre und keine zwei Minuten später hoffte ich auf die nächste Wasserstation. Nach Kilometer 23 hatte ich ein ziemliches Loch im Bauch, Essstationen gab es meiner Meinung nach nicht so viele. Wie glücklich war ich, als ich bei Kilometer 27 Gummibärchen fand. Ich glaube ich sah ziemlich lustig aus, weil ich sie mir einfach in den Mund stopfte, da sie durch die Sonne sofort anfingen in meiner Hand zu schmelzen. Danach hatte ich wieder einen schönen Push und so ging es mit meiner Fuchstaktik weiter dem Ziel entgegen. Die Sonne brannte und ich hatte das Gefühl, dass sie auf dem Teer nur so stand aber das half ja alles nichts und so versuchte ich jeden negativen Gedanken sofort mit einem positiven zu übertrumpfen, damit ich mit guten Gedanken weiter lief. Das finde ich nämlich immer ganz wichtig, klar es gibt immer Momente in denen man zweifelt oder ans aufgeben denkt, aber ich denke dann immer daran warum ich angefangen habe und der Gedanke, an den tollen Zieleinlauf ins Olympia Station und zwei Medaillen mit nach Hause zu nehmen, pushte mich dann sehr.

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Foto: Luca Mara

Stockholm bei den Temperaturen war für mich der härteste Marathon, den ich je gelaufen bin aber ich habe versucht das beste daraus zu machen und die Atmosphäre und Stimmung der tollen Stadt mitzunehmen.

Es war ein großartiges Erlebnis, vor allem weil ich mich immer sehr freue ein paar neue und alte Gesichter der ASICS Frontrunner zu treffen. Ich bin sehr dankbar diese Erfahrungen sammeln zu dürfen und es ist toll zu sehen, dass es noch mehr Laufverrückte gibt :).

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Foto: Anna Tegelmark

Danke Stockholm und den Verantwortlichen, des schwedischen Teams, wie Thomas und Anna, die so viel Herzblut in ihre Arbeit stecken und das Wochenende unvergesslich gemacht haben. #WeMoveStockholm

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Foto: Luca Mara

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